Brandschutz im Bestand: Die größten Risiken

Aus Lager wird Büro. In die Halle ziehen neue Maschinen ein. Das Team bekommt einen neuen Aufenthaltsraum. Alltägliche Szenarien in Unternehmen. Doch was machen Fälle wie diese mit dem Brandschutz?

Viele Unternehmen operieren in Gebäuden, die bereits mehrere Jahre oder Jahrzehnte alt sind. Grundsätzlich ist das natürlich völlig normal und Alltag. Schwierig kann es brandschutztechnisch unter Umständen aber dann werden, wenn Umbauten, Nutzungsänderungen und technische Erweiterungen über Jahre hinweg erfolgt sind, ohne dass der Brandschutz mitgedacht wurde. 

EIN Gebäude ändert sich. Und der Brandschutz?

Neue Maschinen. Neue Lagerflächen. Neue Trennwände. Neue Nutzungskonzepte. Von Einzelbüros zum Großraum. Jede Veränderung in einem Unternehmen erfolgt aus einem bestimmten Grund, kann allerdings auch Auswirkungen auf den Brandschutz haben. Ein Fakt, der leider je nach Art und Dimension des Umbaus oft unter den Tisch fällt, zum Beispiel wenn es keinen Bauantrag braucht. Situationen wie diese können typische Probleme im Bestand schaffen.

Klassische Probleme im Bestand

  • Fehlende Brandabschottungen
    Kabel und Leitungen werden nachträglich verlegt. Dabei entstehen häufig Öffnungen in Wänden oder Decken, die im Brandfall Rauch und Feuer weiterleiten können.

  • Zugestellte Fluchtwege
    Was als kurzzeitige Ablage beginnt, endet oft als Dauerlösung. So verlieren Flucht- und Rettungswege allerdings ihre Funktion. Freiräumen im Gefahrenfall kostet (zu) viel wertvolle Zeit.

  • Zahl der Rettungswege
    Sie haben für Ihr Team einen neuen Aufenthaltsraum eingerichtet, den es vorher nicht gab? Dann braucht es unter Umständen (Größe, Lage, Anbindung des Raumes + weitere Faktoren) statt bisher nur einem jetzt eigentlich zwei Flucht- und Rettungswege.

  • Veraltete Brandschutzkonzepte
    Viele Konzepte, die einmal im Rahmen des ursprünglichen Baus entstanden sind, spiegeln längst nicht mehr die heutige tatsächliche Nutzung und die damit verbundenen Anforderungen wider.

  • Unklare Dokumentation
    Oft weiß niemand mehr so genau, welche Maßnahmen nicht nur geplant, sondern auch umgesetzt wurden, welche Prüfungen wann gemacht wurden und ob es irgendwelche Auflagen gibt.

Und natürlich ließe sich die Liste noch weiter fortsetzen. Das grundsätzliche Problem wird aber deutlich.

Fazit

Nicht das Alter eines Gebäudes ist das Problem. Die größte Gefahr entsteht dort, wo Veränderungen nicht systematisch begleitet und bewertet wurden und werden.

Ein Bestandscheck schafft Klarheit und hilft, Schwachstellen und Risiken zu beseitigen, bevor sie im Ernstfall kritisch werden können. Und zwar nicht nur für die Belegschaft, sondern auch in Sachen Haftung. STEINHOFER SystemConsult unterstützt Sie, Haftungsrisiken zu minimieren und handlungsfähig zu bleiben. 

Lassen Sie uns über Sicherheit sprechen

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